Nakba ad acta

Am Donnerstag den 07.06.2012 fand unsere Kundgebung unter dem Motto „Hinter dem Ruf nach Frieden verschanzen sich die Mörder“ gegen die vom Friedenszentrum, dem Deutsch-Palästinensischen Verein und „Kunst macht Politik“ präsentierte „Nakba-Ausstellung“ statt.
Zu dieser Kundgebung versammelten sich knapp 50 Antifaschist_innen, die durch Redebeiträge und das Verteilen von Flugblättern ihre Kritik an der Ausstellung äußerten. Die Resonanz von den Passant_innen während der zweistündigen Veranstaltung fiel äußert positiv aus. Viele zeigten sich sehr interessiert an der Thematik und stimmten der Kritik zu.
Die Veranstalter_innen und Besucher_innen der „Nakba-Ausstellung“ zeigten sich dagegen eher abwehrend.

Besonders problematisch sehen wir dabei das Verhalten einer bestimmten Person, die sich selbst der linken Szene Braunschweigs zuordnet. Die Person beleidigte und fotografierte mehrfach Antifaschist_innen und hörte trotz mehrfacher Auforderung dies zu unterlassen nicht auf.
Solch ein Verhalten kennen wir sonst nur von Anti-Antifa Fotografen der rechten Szene und fragen uns ernsthaft zu welchem Zweck speziell die Fotos angefertigt worden sind.
Letztendlich scheint uns nur ein Grund plausibel und zwar, dass dies ein äußerst problematischer „Versuch“ sein sollte, Antifaschist_innen die sich aktiv gegen Antizionismus, Antisemitismus und Rassismus stellen einzuschüchtern.
Einzuschüchtern mit der zwar nicht eindeutig geäußerten aber durch die Handlung klar aufgezeigten Drohung: „Wenn du/ihr solche Aktionen macht werde ich euch veröffentlichen und damit Repression seitens Staat und Nazis aussetzen.“
Eine geäußerte Kritik ist uns gerne willkommen. Wo sie aber abgleitet in Diffamierungs- und Einschüchterungsversuche, wie in diesem Fall geschehen, ist eine Grenzen überschritten. Dies ist für eine, sich als emanzipatorisch bezeichnende Linke, nicht zu akzeptieren.

Trotz dieses negativen Beigeschmackes können wir aber abschließend sagen, dass die Veranstaltung zu unserer Zufriedenheit gelaufen ist. Wir konnten unseren Standpunkt deutlich klarmachen: Der einseitigen Darstellung der Ausstellung wurde ein klares Zeichen gegen Antisemitismus, Antizionismus und Rassismus entgegengesetzt.
Letztendlich kann die Kritik am Zionismus nur sein, dass dieser noch immer seine Notwendigkeit haben muss, um JüdInnen einen Schutzraum zu geben.