Solidarität mit den betroffenen Antifaschist_innen!

Die Geschehnisse vom vergangenen Heimspiel des Braunschweiger TSV gegen den VfL Bochum sind mittlerweile Legende: Im Vorfeld erscheint eine lesenswerte Broschüre der „Initiative gegen rechte (Hooligan-)Strukturen“ über die Verbindungen der Braunschweiger Nazi- und Fanszene. Anschließend besucht die Initiative zusammen mit den „Ultras Braunschweig“ nach Jahren wieder das Eintrachtstadion. Bereits in der Halbzeit müssen die Initiative und die „Ultras“ durch das Ordnerpersonal und die Polizei vor Übergriffen anderer „Eintrachtfans“ geschützt werden. Nach Abpfiff und dem Zeigen eines Transparents mit der Aufschrift „Keine Eintracht mit Nazis“ ist die Sicherheitslage derart heikel, dass die Kritiker_innen der Akzeptanz rechter Umtriebe das Stadion über den Gästeparkplatz mit eigens bereit gestellten Bussen und unter Polizeischutz verlassen müssen. Parallel dazu werden Morddrohungen gegen die Antifaschist_innen ausgesprochen, außerdem wir die Polizei durch sich sammelnde Hooligans angegriffen.

In den darauf folgenden Tagen veröffentlicht Eintracht Braunschweig eine Stellungnahme, in der weder auf die Verbindungen von Fans, Neonazis und Hooligans eingegangen wird, noch die Gewalt der Rechten am Spieltag erwähnt wird. Dagegen ist von „Mißbrauch“ des Vereins für politische Ziele und von zugereisten UnterstützerInnen die Rede. Neben dem Verein nehmen auch Repräsentanten wie der Vorsänger Thilo Götz ihre rechten Schäfchen in Schutz und sprechen offen aus, dass die Störenfriede unter den Kritiker_innen zu finden seien und nicht unter den Rechten.

Gerade die Reaktionen der „Fans“, aber auch die Versuche des Vereins Eintracht Braunschweig das rechte Potenzial zu verharmlosen und zu verschleiern, zeigen, wie nötig eine Auseinandersetzung mit dem Anhang von Eintracht Braunschweig ist. Die Antifaschistische Gruppe Braunschweig [A.G.B.] erklärt sich solidarisch mit der „Initiative gegen rechte (Hooligan-)Strukturen“ und den „Ultras Braunschweig“, sowie allen Menschen die sich gegen neonazistische Umtriebe wehren.

[A.G.B.] Oktober 2012